SUCCESS STORY

Nachvollziehbare Prozessabläufe in komplexen Systemketten bei Mercedes-Benz

Phactum unterstützte gemeinsam mit Blue Mind Consulting bei der Integration einer leichtgewichtigen Monitoring-Lösung zur Visualisierung realer Prozessdurchläufe im BPMN-Modell.

LPM Kennenlernen
Kontakt aufnehmen
Kunde
Mercedes Benz AG
Projektkontext
Digitale Dienste – Bereitstellung & Lizenzierung
Projektlaufzeit
01/2023 – 03/2026
Zusammenarbeit
Blue Mind Consulting GmbH
Vorgehensmodell
Scrum, SAFe (partizipierend)

AUSGANGSLAGE

Prozesslogik und Systemverhalten verlässlich abgleichen

Im Kontext der Einführung eines neuen Bereitstellungs- und Lizenzierungsmodells für digitale Dienste entstand neben den produktiven Kernsystemen ein konkreter Bedarf: Fachliche Prozesslogik und tatsächliches Systemverhalten sollten transparent und belastbar miteinander abgeglichen werden. Gerade bei zahlreichen beteiligten Systemen, komplexer Businesslogik und bereichsübergreifenden Abhängigkeiten ist Nachvollziehbarkeit nicht nur „nice to have“, sondern eine spürbare Hilfe für Analyse, Abstimmung und Validierung.

LÖSUNG

Monitoring bestehender Anwendungen – minimalinvasive Integration

Für diesen Zweck wurde eine leichtgewichtige Lösung auf Basis von LPM in die bestehende Systemlandschaft integriert. Ziel war eine minimalinvasive Ergänzung, die sich in bestehende Java Anwendungen einfügt und Prozesssignale dort erzeugt, wo sie entstehen: direkt in der Codeausführung. Diese Signale sollten anschließend so dargestellt werden, dass sich fachliche Prozesssicht und technische Realität einfacher miteinander in Einklang bringen lassen.

Unser Ansatz

LPM wurde im Vorhaben als pragmatischer Baustein eingesetzt. Der Anspruch war nicht, eine vollumfängliche Prozessplattform einzuführen oder zu ersetzen, sondern Transparenz für konkrete Fragestellungen im Projekt zu schaffen.

So funktioniert die integrierte Lösung

Leichtgewichtige Einbindung in bestehende Systeme

LPM ist als leichtgewichtige Java/Spring‑Bibliothek konzipiert, die ohne zusätzliche Infrastruktur oder Lizenzkosten in Java‑basierte Anwendungen integriert werden kann. Über Annotationen lassen sich an beliebigen Stellen im Code fachliche Signale auslösen. Struktur und Attribute dieser Signale sind frei definierbar und können projekt- bzw. Use‑Case‑spezifisch angepasst werden.

  • Vom Code direkt zur visualisierten Prozessrealität

LPM erzeugt die Signale direkt während der Codeausführung und verarbeitet sie so, dass sie im vorbereiteten BPMN‑Diagramm sichtbar werden. Dadurch entsteht eine visuelle Darstellung des tatsächlichen Prozessdurchlaufs im Modell – nachvollziehbar, nahe an der Systemrealität und als gemeinsame Referenz nutzbar.

NUTZEN IM PROJEKTKONTEXT

Transparenz, wenn Details den Unterschied machen

Durch die Visualisierung konnten Prozessschritte während der Laufzeit transparenter nachvollzogen und Abweichungen vom vorgesehenen Ablauf früher identifiziert werden. Das unterstützte insbesondere dann, wenn mehrere Systeme an einem Ergebnis beteiligt sind und Ursachen sonst nur mit hohem Analyseaufwand zu finden wären.

Fachliche Entscheidungen nachvollziehbar machen

&nbsp
Ein zusätzlicher Mehrwert ergab sich aus der Darstellung von Kontextvariablen innerhalb des Prozessflusses. Dadurch konnten fachliche Entscheidungen gezielt analysiert werden, beispielsweise bei differierenden Systemreaktionen auf vergleichbare Eingaben. Im Projektkontext ließ sich so unter anderem nachvollziehen, warum bestimmte Fahrzeuge Nachversorgungen von Lizenzen erhielten, während andere Fälle davon abwichen.

ARCHITEKTUR- UND TECHNOLOGIEASPEKTE

Vorteile der leichtgewichtigen Lösung

Der gewählte Ansatz ist bewusst leichtgewichtig: Er lässt sich nahtlos in bestehende (auch legacy nahe) Anwendungen integrieren, benötigt keine zusätzliche Infrastruktur und verursacht keine zusätzlichen Lizenzkosten. Dadurch bleibt die vorhandene Betriebsrealität übersichtlich, während gleichzeitig genau die Transparenz geschaffen wird, die im Projektkontext benötigt wurde.

  • Leichtgewichtige Integration als Java/Spring‑Bibliothek
  • Keine zusätzliche Laufzeitumgebung erforderlich
  • Annotation basierte Signalerzeugung im Anwendungscode
  • Flexible Mapping Mechanismen
  • Visualisierung realer Codeausführungen im BPMN Modell
  • Infrastruktur- und lizenzkostenneutraler Einsatz

PROJEKTBEITRAG

Open Source von Phactum – Integration und Einsatz im Vorhaben

Die Integration von LPM war nicht Teil der ursprünglichen Beauftragung, sondern wurde als zusätzliche Maßnahme initiiert, um Transparenz zwischen Prozessdesign und tatsächlichem Systemverhalten herzustellen. Phactum brachte dafür die Open Source Software LPM ein; in Zusammenarbeit mit Blue Mind Consulting wurde die Lösung in die Mercedes Benz Systemlandschaft integriert und im Projektumfeld eingesetzt.

Besonders bei Analyse-, Abstimmungs- und Validierungsaufgaben erwies sich der Ansatz als hilfreiches Werkzeug: Er reduzierte Interpretationsspielräume, machte Abläufe schneller erklärbar und unterstützte die gemeinsame Sicht auf Prozesslogik und Systemverhalten in einer komplexen Systemkette.