SUCCESS STORY
Mehr Flexibilität für digitale Dienste bei Mercedes Benz
Phactum unterstützte mit einem zentralen Lizenz Service für konsistente, skalierbare Prozesse. Gemeinsam mit Blue Mind Consulting entstand eine Lösung, die Shop Upselling und die Bereitstellung digitaler Funktionen entlang des Fahrzeug Lebenszyklus zuverlässig zusammenführt.
AUSGANGSLAGE
Mercedes Benz hat im Rahmen eines strategischen Transformationsvorhabens die Grundlage für ein neues Bereitstellungs- und Lizenzierungsmodell digitaler Dienste geschaffen. Der Anspruch: Kundinnen und Kunden sollen digitale Fahrzeugfunktionen deutlich flexibler nutzen können – sowohl nach dem Fahrzeug Pairing über den Shop als auch bereits im Produktionsprozess eines Fahrzeugs, z.B. bei neuen Modellgenerationen wie dem vollelektrischen Mercedes CLA.
Was als Produktidee klar definiert war, bedeutete in der Umsetzung vor allem eines: Neue Angebote mussten mit einer gewachsenen Systemlandschaft, mehreren Domänen und verteilten Verantwortlichkeiten sauber zusammenspielen. Das bestehende Modell war dafür nicht ausgelegt. Deshalb entstand eine neue End‑to‑End System- und Prozesskette – inklusive der Migration von Bestandsdaten, um den Übergang ohne Brüche im Kundenerlebnis und im Betrieb zu ermöglichen. Zusätzliche Komplexität entstand durch den Bedarf an bereichsübergreifender Zusammenarbeit mit Marketing & Sales sowie Research & Development.
HERAUSFORDERUNG
Lizenzierung als „unsichtbarer“ Erfolgsfaktor
Gerade bei digitalen Diensten ist Lizenzierung kein Randthema. Laufzeiten, Upgrades, Nachversorgungen und Datenkonsistenz müssen über verschiedene Kanäle und Systeme hinweg zuverlässig funktionieren. Ohne eine zentrale, konsistente Verarbeitungsschicht hätte das in diesem Setup schnell zu folgenden Risiken geführt:
LÖSUNGSANSATZ
Zentraler License CRUD Service (LCS) als entkoppelnder Baustein
Gemeinsam mit Blue Mind Consulting und dem Team von Mercedes Benz konzipierte und implementierte Phactum den License CRUD Service (LCS):
Einen zentralen Backend‑Dienst, der lizenzbezogene Vorgänge aufbereitet, validiert und orchestriert. Der LCS ist als Middleware vor das Zielsystem Research & Development geschaltet, das als Single Source of Truth fungiert. Dadurch werden Lizenzprozesse konsistent gebündelt und Zielsysteme gezielt entlastet.

TECHNOLOGISCHER BACKGROUND
Technologisch wurde der LCS als containerisierter Microservice auf Kubernetes realisiert (Spring Boot). Eine hexagonale Architektur sorgt für klare Verantwortlichkeiten, gute Testbarkeit und Wartbarkeit – wichtige Voraussetzungen, wenn ein zentraler Service langfristig mit Produkt und Plattform mitwachsen soll.
Qualitätssicherung und Observability als Erfolgsfaktoren
Im Projekt zeigte sich schnell: Damit Lizenzierung und Upselling über Shop und Fahrzeugkontext zuverlässig funktionieren, braucht es in komplexen Systemlandschaften mehr als die reine Umsetzung von Features. Gerade bei vielen Abhängigkeiten und fachlichen Sonderfällen musste der Service auch dann stabil bleiben, wenn kurzfristig Anpassungen oder neue Use Cases dazukommen. Entsprechend wurde Qualitätssicherung konsequent verankert – mit automatisierten Tests, kontinuierlicher Prüfung der Code Qualität und klaren Strukturprinzipien
Ergänzend dazu wurde ein Monitoring- und Alerting Konzept aufgebaut. Betriebsrelevante KPIs wurden über Datadog visualisiert und in Dashboards zusammengeführt, die auch teamübergreifend als Referenz dienten. So waren Stabilität, Verhalten und potenzielle Auffälligkeiten des Services jederzeit transparent – eine wichtige Grundlage für den sicheren Betrieb und die kontinuierliche Weiterentwicklung im laufenden Projekt.


